Sicherheit in der Lieferkette – präzise Bewertungen für beschädigte Waren

Warenvorräte können auf dem Beförderungsweg auf der Straße per LKW, mit dem Zug, dem Flugzeug oder auf dem Schiff zu Schaden kommen. Gründe hierfür sind Unfälle, Brand, Blitzschlag, Explosion, höhere Gewalt, Diebstahl, Regen, Schnee, Hagel, Bruch, Verbiegen, Verbeulen oder Leckage. Die gesetzliche Haftung reicht hierbei oft nicht aus. Transport-Policen decken diese Risiken ab.

Häufige Fragen zu Transportschäden

Was ist ein Transportschaden?

Ein Transportschaden ist eine Beschädigung, ein Verlust oder eine Wertminderung von Gütern im Zusammenhang mit ihrer Beförderung oder transportbedingten Zwischenlagerung. Erscheinungsformen sind beispielsweise Bruch, Nässe, Verrutschen, Temperaturabweichungen, Kontamination oder Fehlmengen.

Was sollte unmittelbar nach Feststellung eines Transportschadens getan werden?

Schadenbild, Verpackung, Kennzeichnungen und Transportmittel sollten möglichst unverändert fotografisch dokumentiert werden. Außerdem sollten Lieferscheine, Frachtpapiere, Temperaturaufzeichnungen und Verpackungsmaterial gesichert werden. Erforderliche Maßnahmen zur Begrenzung weiterer Schäden bleiben davon unberührt.

Wie wird festgestellt, wann und wodurch der Schaden entstanden ist?

Ausgewertet werden insbesondere Schadenbild, Verpackung, Lade- und Sicherungssituation, Transportverlauf, Umschlagpunkte und vorhandene Messdaten. Daraus können technisch und wirtschaftlich nachvollziehbare Feststellungen zum möglichen Entstehungsbereich abgeleitet werden. Die rechtliche Haftungszuordnung ist davon getrennt zu betrachten.

Wie wird die Höhe eines Transportschadens bewertet?

Je nach Schadenbild werden Wiederbeschaffungs-, Reparatur-, Sortier-, Prüf- oder Aufbereitungskosten sowie Restwerte und Verwertungserlöse betrachtet. Bei teilweiser Beeinträchtigung kann außerdem eine wirtschaftliche Wertminderung zu prüfen sein.

Welche Unterlagen werden für die Begutachtung benötigt?

Benötigt werden regelmäßig Fracht- und Lieferpapiere, Handelsrechnungen, Packlisten, Fotos, Schadenprotokolle, Reklamationen sowie Angaben zur Verpackung und zum Transportverlauf. Bei temperaturgeführten oder empfindlichen Gütern können zusätzlich Mess- und Qualitätsdaten erforderlich sein.